02.10.2010



ruhe


die traube ist reif, das feld gepflügt.
von den wolken löst sich der berg.

auf die staubigen sommerspiegel
ist der schatten gefallen,

zwischen den unsichtbaren fingern
ist ihr licht klar
und fern.

mit den schwalben zieht
die letzte mühe.


giuseppe ungaretti
[übersetzt von ingeborg bachmann]

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

der herbst mit seiner dichte, fülle - ja, fast schwere - wundervoll leicht und irgendwie auch vielversprechend, erneuernd...
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Wildgans hat gesagt…

wenn sie doch nur wirklich zöge, diese mühe....