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15.11.2018

ins unabsehbare.

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herbst sagst du
aber ich sage dir
nicht oktober nicht november
du musst einen neuen kalender erfinden
ein andres alphabet
eine sprache die einhalt gebietet
denn die zeit fällt
fällt ins unabsehbare
und wir fallen mit ihr

rose ausländer
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05.08.2017

nichts bleibt wie es ist.

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ich träume mich satt
an geschichten
und geheimnissen

unendlicher kreis aus sternen
ich frage sie
nach ursprung sinn und ziel
sie schweigen mich weg

den orten die ich besuche
gebe ich neue namen
nach den wundern
die sie mir offenbaren

nichts bleibt wie es ist
es verwandelt sich
und mich

rose ausländer
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15.01.2017

manchmal ...

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manchmal spricht ein baum
durch das fenster mir mut zu
manchmal leuchtet ein buch
als stern auf meinem himmel
manchmal ein mensch,
den ich nicht kenne,
der meine worte erkennt.

rose ausländer
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08.05.2012

entfremdung

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wir treffen uns
hinter der heimat
im haus mit
gebrochenem flügel

schenken uns fremde
einer des andern
findling

staub auf den lippen
wortein wortaus
wir tragen meilensteine
wohin

dein atem weht
in andre richtung
ich falle
aus deinen pupillen
ins dickicht

ich erkenne dich nicht


rose ausländer
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30.10.2011

herbst.

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herbst sagst du
aber ich sage dir
nicht oktober nicht november
du musst einen neuen kalender erfinden
ein andres alphabet
eine sprache die einhalt gebietet
denn die zeit fällt
fällt ins unabsehbare
und wir fallen mit ihr


rose ausländer

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14.09.2011

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ganz bleiben


unter fallenden kastanien
den garten umarmen

durch zeitgeräusch wandern
von stimme zu stimme

herzliche briefe
lieben

sich an allen ecken
wundstossen
und ganz bleiben


rose ausländer
[aus: regenwörter, gedichte - reclam]

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17.02.2011

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weil


du ein mensch bist
weil
ein mensch eine muschel ist
die manchmal tönt
weil
du in mir tönst
als wär ich eine muschel
weil
wir uns kennen
ohne namen und samen
weil
das wort welle ist
weil
du wort und welle bist
weil
wir strömen
weil
wir manchmal
zusammenströmen

wort welle muschel mensch


rose ausländer
[aus: wir pflanzen zedern - fischer]
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08.02.2011

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collage: marianne rieter



in worten wohnen aus metamorphosen.
wir brauchen keine beweise dass wir leben.


rose ausländer
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02.11.2010

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flogen fische durch unser haar
zartfarbig die flossen
fast blumen

rose ausländer
[aus: liebe II – den ganzen text gibt es hier nachzulesen]

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