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hoffen
weit über die ausgestreckte hand hinaus
werner lutz
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28.08.2019
24.06.2019
29.07.2018
31.03.2018
die ebenen meiner tage.
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es kostet hellwache tage
es kostet schlaflose nächte
um heraus zu finden
was ins helle gehört
und was im dunkeln bleiben muss
hinter der hecke aus nacht
müssen rosenstöcke sein
die jeden schläfer
betäuben mit tausendjährigem duft
am ende aller wege
muss es weitere wege geben und uhren
ohne uhrwerk
die sich durchs zeitlose ticken
in aufreizender sinnlosigkeit
werner lutz
[aus: die ebenen meiner tage, waldgut]
es kostet hellwache tage
es kostet schlaflose nächte
um heraus zu finden
was ins helle gehört
und was im dunkeln bleiben muss
hinter der hecke aus nacht
müssen rosenstöcke sein
die jeden schläfer
betäuben mit tausendjährigem duft
am ende aller wege
muss es weitere wege geben und uhren
ohne uhrwerk
die sich durchs zeitlose ticken
in aufreizender sinnlosigkeit
werner lutz
[aus: die ebenen meiner tage, waldgut]
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10.08.2017
ungenau.
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ich kann es nur ungenau
beschreiben
dieses zitternde zartrosa
im lichtgrünen augenblick.
werner lutz
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ich kann es nur ungenau
beschreiben
dieses zitternde zartrosa
im lichtgrünen augenblick.
werner lutz
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02.08.2017
ach ja.
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ach ja
mit den himbeerlippen
mit den erdbeerlippen den heidelbeerlippen
ist es vorbei
![]() |
©marianne rieter
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ach ja
mit den himbeerlippen
mit den erdbeerlippen den heidelbeerlippen
ist es vorbei
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28.07.2017
01.05.2016
04.03.2013
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eine zeile hoch hinauf
an den blattrand steigen lassen
werner lutz
[aus: die mauern sind unterwegs, gedichte - ammann]
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eine zeile hoch hinauf
an den blattrand steigen lassen
werner lutz
[aus: die mauern sind unterwegs, gedichte - ammann]
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19.01.2013
möglicherweise ...
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wie leicht mein gepäck ist
vielleicht
kann ich weiter kommen
als ich dachte
möglicherweise über mich hinaus
werner lutz
[aus: treibgutzeilen, gedichte - waldgut]
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wie leicht mein gepäck ist
vielleicht
kann ich weiter kommen
als ich dachte
möglicherweise über mich hinaus
werner lutz
[aus: treibgutzeilen, gedichte - waldgut]
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08.03.2012
stehen geblieben
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stehen geblieben
in einem verwirrenden gelb
in herznähe stehen geblieben
mit weiter sicht
auf die vergangenheit
werner lutz
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stehen geblieben
in einem verwirrenden gelb
in herznähe stehen geblieben
mit weiter sicht
auf die vergangenheit
werner lutz
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25.01.2012
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die formen zerschlagen, das licht brechen, die fehler neu erfinden,
eine art duft auf papier kritzeln, der sich gleich wieder verflüchtigt.
werner lutz
[aus: bleistiftgespinste, aufzeichnungen - waldgut]
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die formen zerschlagen, das licht brechen, die fehler neu erfinden,
eine art duft auf papier kritzeln, der sich gleich wieder verflüchtigt.
werner lutz
[aus: bleistiftgespinste, aufzeichnungen - waldgut]
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09.10.2011
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waagrecht senkrecht schräg
fällt heute der regen
zeit dazwischenzufahren
mit einem roten pinselstrich
werner lutz
[aus: die mauern sind unterwegs, gedichte - ammann]
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waagrecht senkrecht schräg
fällt heute der regen
zeit dazwischenzufahren
mit einem roten pinselstrich
werner lutz
[aus: die mauern sind unterwegs, gedichte - ammann]
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22.06.2011
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plötzlich
verzweigt sich der weg und jeder kann gehen
wohin er will
werner lutz
[aus: zwischen den zeilen heft 5 – herausgegeben von urs engeler]
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plötzlich
verzweigt sich der weg und jeder kann gehen
wohin er will
werner lutz
[aus: zwischen den zeilen heft 5 – herausgegeben von urs engeler]
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12.04.2011
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er hat gedichte geschrieben
auch pfirsichfarbene
er hat gedichte geschrieben
mit blauem dunst
hat mit ihnen betrogen
hat mit ihnen geliebt
werner lutz
[aus: kussnester, gedichte – waldgut]
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er hat gedichte geschrieben
auch pfirsichfarbene
er hat gedichte geschrieben
mit blauem dunst
hat mit ihnen betrogen
hat mit ihnen geliebt
werner lutz
[aus: kussnester, gedichte – waldgut]
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14.01.2011
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die flügel. die sehnsucht. meine reise.
monate im flug. monate unter dünnem eis.
in mir eine fröhlichkeit, in der die amseln baden.
in mir die küsten aus frost und rauch.
ich zeichne mein leben in einfachen strichen.
ich sammle das spärliche licht.
werner lutz
[aus: ich brauche dieses leben - suhrkamp]
gefunden bei quersatzein von brigitte fuchs
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die flügel. die sehnsucht. meine reise.
monate im flug. monate unter dünnem eis.
in mir eine fröhlichkeit, in der die amseln baden.
in mir die küsten aus frost und rauch.
ich zeichne mein leben in einfachen strichen.
ich sammle das spärliche licht.
werner lutz
[aus: ich brauche dieses leben - suhrkamp]
gefunden bei quersatzein von brigitte fuchs
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17.11.2010
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schwer zu akzeptieren
dass nichts in mir
dem sommerregen gleicht
jener kühlen
erfrischenden stimme
die mir geduldig
wieder und wieder
das einfache erklärt
werner lutz
[aus: schattenhangschreiten – waldgut]
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schwer zu akzeptieren
dass nichts in mir
dem sommerregen gleicht
jener kühlen
erfrischenden stimme
die mir geduldig
wieder und wieder
das einfache erklärt
werner lutz
[aus: schattenhangschreiten – waldgut]
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03.10.2010
fröhlich geworden
sehe ich ein freies feld vor mir
wiesenschaumkraut schäumt
menschenähnliches spaziert
werner lutz
[aus: die mauern sind unterwegs – ammann]
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