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04.09.2012

la musica sei tu

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schläge
die mein herz imitieren
auskleiden

stimmen
wie ich eine eigene
nie hörte

trance suchen
wild und sanft
alles, was mich lindern kann

in jener mörderischen
vitalität
die sich nennt: leben


eva cader-benedix
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14.05.2012

was würde ...

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was würde aus uns, wenn wir nicht, mit etwas glück,
im laufe unseres lebens ein paar mehr väter und mütter bekämen ...

eva cader-benedix

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19.04.2012

dort.

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du findest dich dort, wo du dich verlierst.


eva cader-benedix

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04.04.2012

widerspruch

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sag nicht, es sei, wie es sei
so ist es nicht
im zweifelsfall leugne ich alles
um mich nicht zu verleugnen
noch dich
noch den himmel
der in klaren nächten sehr tief ist
und die welt eine andere


eva cader-benedix
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17.02.2012

wir sitzen eine weile ...

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wir sitzen eine weile
bei der sandigen bucht,
um abschied zu nehmen.
an fernen strassen
hältst du eine leere schale hin;
gehst tief in den bergen
auf gefallenen blüten.
ohne meister erschliesst du dir
zen auf deine weise;
da sie dem genauen silbenmass entsprechen,
verdienen deine gedichte lob.
für dies fortgehen gibt es keinen
weiteren grund;
eine einsame wolke
hat kein festes zuhaus.


chia tao (779-843)
aus dem englischen übertragen von eva cader-benedix
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13.08.2011

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wenn ein gedicht bliebe ...

wenn ein gedicht bliebe ...

wenn ein gedicht bliebe ...

wenn ein gedicht bliebe ...


eva cader benedix

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26.06.2011

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natürlich


ich, mein herr, bin nicht mehr von demselben namen. ich heisse killalusimeno.
oui, eure majestät: sie sagen so, sie behaupten so. es geschieht mir nichts! es geschieht mir nichts!
- friedrich hölderlin



ich glaube,
er sah nicht dich in dir,
aber du warst es.

sie sehen niemals dich in dir,
aber du bist es.

wir sehen nicht den andern in sich,
aber er ist es.


eva cader-benedix

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19.04.2011

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ich bin


ich bin das geworfene licht : die wandererin
ich bin der Raum : die welt ist klein
ich bin ein ton : weich und harsch

ich bin das wort aus dem wort : erstrahle
ich bin der schauder : in deinem nacken
die indianerin bin ich : mit einem langen zopf

ich bin die hüterin : des unlösbaren rätsels
ich bin das meer : klage, o klage
ich bin ein strenges gesetz : auf den wegen

ich bin die nesselblüte : unscheinbar scheinbar
einst war ich herrin : über das weisse reich
ich bin aus den wäldern : ich bin ein baum

ich bin die gefährtin : in allen fährnissen
ich bin der schierling : im becher des frevlers
ich bin ein wehen : im palast der zeit

ich bin die schlange : weise lispelnd
ich war auf der heide : beim suchenden dichter
ich bin die falbe stute : fliehend im traum

ich bin ebbe und flut : trotz allen dämmen
ich bin unaufhaltsam : die nachtwolken ziehen
ich bin die katze : was ich fress, steht mir zu


eva cader-benedix
[aus: im frieden deiner linien, gedichte - k. fischer]
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28.09.2010



laub, im auge gespiegelt, der gebrochene nacken
beschreibt, wie das ist, vogel zu sein und gegen ein
laub zu fliegen, gespiegelt im blanken himmel:
eine wirre erinnerung an die freude, auf seine
begegnung mit jemandem zuzustürzen, der einem so gleicht


tua forsström
[aus dem schwedischen von eva cader-benedix]