ich stehe und sehe. will nach wie vor bewahren. indessen
rinnt das denken wie sand aus allen fingern. ich vergesse das planen und plane
das vergessen. dazwischen verlieren sich die worte, gebe ich rauchzeichen,
mache ich bilder. das blickfeld wird kleiner mit der zeit. und ich. die berge
rücken näher. nur ein rosenbogen könnte mich retten.
05.04.2015
03.04.2015
31.03.2015
weiche anomalie
.
so hatten wir die stadt noch
nicht gesehen einen himmel
frostdurchglüht aus amber aus
dem schnee fiel schnee
alles stand still stand
die straßen bahnen schliefen
weiter im depot & weiter
wuchs vor unsren türen weiß
das weiß bis zu den hüften
wanderte der blick auf sanften
hügelreihen die sich wellten
über schilder autos litfaßsäulen
jedes ding in seinem eignen
märchen schwebte unberührt
über den morgen & eine sagte
kindheit & stand mitten drin
nicht gesehen einen himmel
frostdurchglüht aus amber aus
dem schnee fiel schnee
alles stand still stand
die straßen bahnen schliefen
weiter im depot & weiter
wuchs vor unsren türen weiß
das weiß bis zu den hüften
wanderte der blick auf sanften
hügelreihen die sich wellten
über schilder autos litfaßsäulen
jedes ding in seinem eignen
märchen schwebte unberührt
über den morgen & eine sagte
kindheit & stand mitten drin
gefunden bei fixpoetry
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30.03.2015
romanische bögen
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in der gewaltigen romanischen kirche drängten sich die touristen im halbdunkel.
gewölbe klaffend um gewölbe und kein überblick.
kerzenflammen flackerten.
ein engel ohne gesicht umarmte mich
und flüsterte durch den ganzen körper:
»schäm dich nicht, mensch zu sein, sei stolz!
in dir öffnet sich gewölbe um gewölbe, endlos.
du wirst nie fertig, und es ist, wie es sein soll.«
ich war blind vor tränen
und wurde auf die sonnensiedende piazza hinausgeschoben
zusammen mit mr. und mrs. jones, herrn tanaka und signora sabatini,
und in ihnen allen öffnete sich gewölbe um gewölbe, endlos.
tomas tranströmer, † 26. März 2015
[aus: sämtliche gedichte. aus dem schwedischen von hanns grössel. münchen: hanser 1997]
gefunden bei lyrikline.
in der gewaltigen romanischen kirche drängten sich die touristen im halbdunkel.
gewölbe klaffend um gewölbe und kein überblick.
kerzenflammen flackerten.
ein engel ohne gesicht umarmte mich
und flüsterte durch den ganzen körper:
»schäm dich nicht, mensch zu sein, sei stolz!
in dir öffnet sich gewölbe um gewölbe, endlos.
du wirst nie fertig, und es ist, wie es sein soll.«
ich war blind vor tränen
und wurde auf die sonnensiedende piazza hinausgeschoben
zusammen mit mr. und mrs. jones, herrn tanaka und signora sabatini,
und in ihnen allen öffnete sich gewölbe um gewölbe, endlos.
tomas tranströmer, † 26. März 2015
[aus: sämtliche gedichte. aus dem schwedischen von hanns grössel. münchen: hanser 1997]
gefunden bei lyrikline.
22.03.2015
21.03.2015
meine eltern ...
.
meine eltern der teppich
und ich
das schweigen der fuß
und der stich
keine eile das bild
und verzicht
gute nacht das blatt
und ein strich
durch alles
meine eltern der teppich
und ich
das schweigen der fuß
und der stich
keine eile das bild
und verzicht
gute nacht das blatt
und ein strich
durch alles
gefunden bei lyrikline
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15.03.2015
nie italienisch lernen
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[aus: ein tag für impressionisten und andere gedichte – suhrkamp]
eine sprache, die klingt,
als brächte sie einen besseren
menschen hervor.
blau sind die worte und meergrün,
und in jedem o
steckt eine leuchtende orange.
ich bin nicht unterwegs,
um mich vor illusionen zu hüten.
ich bevorzuge menschen,
die ich nur mangelhaft verstehe.
fehldeutungen,
eine schöner als die andere,
auf der ebene der arien.
als brächte sie einen besseren
menschen hervor.
blau sind die worte und meergrün,
und in jedem o
steckt eine leuchtende orange.
ich bin nicht unterwegs,
um mich vor illusionen zu hüten.
ich bevorzuge menschen,
die ich nur mangelhaft verstehe.
fehldeutungen,
eine schöner als die andere,
auf der ebene der arien.
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11.03.2015
29.12.2014
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